Fake Likes auf Facebook verhindern

Facebook, Social Media, Werbung auf Facebook

Fake Likes – Das Problem ist mittlerweile allseits bekannt und gerade für regional werbende Unternehmen unerfreulich. Man schaltet Facebook-Werbung, um in seinem Einzugsgebiet bekannter zu werden und/oder neue potenzielle Gäste bzw. Kunden anzusprechen und bekommt dafür haufenweise Likes von Profilen aus asiatischen oder arabischsprachigen Ländern.

Das passiert sogar, obwohl bei der Zielgruppenfestlegung Faktoren wie z.B. „Deutsch“ als Sprache oder der Werbe-Umkreis auf 10 km um den Sitz des Unternehmens festgelegt.

Doch, wie kommt es zu diesen Fake-Likes?

by memegenerator.net

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Auch, wenn es vor einigen Jahren gar nicht so unüblich war, sich Likes zu kaufen, um so die Illusion zu vermitteln, man wäre schwer beliebt, hat es sich zum Glück mittlerweile herum gesprochen, dass Fake Likes nicht der richtige Weg sind, um in den Sozialen Medien dauerhaft erfolgreich zu sein. Gerade als regionales Unternehmen hat man wohl kaum Interesse an massenhaft Likes aus Basra in Syrien oder Jakarta in Indonesien.  Neben der Tatsache, dass diese Likes leider wenig Erkenntnis über den Erfolg oder Misserfolg von Kampagnen bringen, darf man auch die Kosten nicht vergessen, die mit jeder Werbeaktion einhergehen.

Ein kleiner Malerbetrieb aus Graz oder Klagenfurt würde wohl kaum seine Dienste in einer Berliner Tageszeitung bewerben. Schon gar nicht in einer Indonesischen. Also warum für Likes aus diesen Regionen bezahlen, wenn doch Facebook gewohnter maßen mit seinen guten Targetings prahlt.

Also, woran liegt’s? Und vor allem, was kann man dagegen tun?

Der Blaue Button

Egal, ob „Beitrag bewerben“, „Lokales Unternehmen hervorheben“ oder „Website hervorheben“, auf deiner Facebook Unternehemnsseite findest du zahlreiche Gelegenheiten, um einen „Sponsored Post“ oder eine Werbeanzeige zu starten. Doch auch, wenn diese kleinen blauen Knöpfe einem das schnelle Pushen von Beiträgen ermöglichen, ohne stundenlang vor dem PowerEditor sitzen zu müssen:

Wir raten davon ab

Warum? Die Targeting-Möglichkeiten die euch Facebook zur Auswahl lässt sind äußerst ungenau. Außerdem sind die Einstellungen die euch Facebook hier vorweg nimmt so ungeschickt gewählt, dass man viel leichter Opfer von sogenannten Klickfarmen in Asien, Nordafrika oder dem arabischen Raum wird. Das kommt daher, da der Facebook-Algorithmus dafür sorgt, dass diese Art der Werbung (also gepushte Anzeigen) eher UserInnen im News-Feed gezeigt werden, die in der Vergangenheit bereits durch besonders „fleißiges“ Liken aufgefallen sind.

Die Gebotsvariante

Auch die ausgewählte Gebotsvariante beim Schalten der Werbeanzeige kann Einfluss auf das Ergebnis haben. Bei oCPM wird zum Beispiel eine Werbeanzeige vor allem an Leute gezeigt, die dem Facebook-AdServer als besonders fleißige „LikerInnen“ bekannt sind. Wo wir wieder beim Thema Klickfarmen wären.

Die Lösung? Expats ausschließen.

Abgesehen davon, dass man seine Zielgruppen immer so genau wie möglich definieren sollte um Fake Likes zu verhindern, hilft es auch, sogenannte Expats auszuschließen. Doch, was sind Expats? Expats (von Expatriaten) sind Menschen, die im Ausland arbeiten.

Soweit so gut, doch warum sollen wir diese in den Zielgruppeneinstellungen ausschließen?

Wenn man diese Fake Likes aus weit entfernten Ländern näher betrachtet erkennt man gleich, dass die meisten auf ihrem Profil angegeben haben, bei euch in der Nähe zu arbeiten oder zu studieren. Das tun sie natürlich in den meisten Fällen nicht wirklich, sondern diese Leute (wie gesagt, meist Klickfarmmitarbeiter) wollen so nur die Einstellungen mit Standortbezug umgehen. Aus diesem Grund sollten die Expants bei euren Werbeanzeigeneinstellungen ausgeschlossen werden. Natürlich kann es dadurch passieren, dass die einen oder anderen potenziellen Kunden eure Anzeige nicht mehr erhalten, aber solltet ihr bereits von Fake Likes betroffen sein, solltet ihr es trotzdem tun.

Achtung: Vorsichtig sollte man bei dieser Einstellung sein, wenn man sein Unternehmen zum Beispiel in einer Studentenstadt hat. Vielleicht sogar eines in Universitätsnähe, also mit StudentInnen als Hauptzielgruppe. Dann könnte es beim Ausschluss von Expants dazu führen, dass die eigene Zielgruppe die Werbung zum Großteil nicht mehr zu sehen bekommt.

Wir hoffen euch damit helfen zu können. Erfahrungen, Ergänzungen, Fragen usw. könnt ihr natürlich gerne in Form von Kommentaren anbringen 🙂

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